
1) Das Ritual
ist zum einen ein religionswissenschaftlicher Begriff,
vom lat. Ritus, für einen sakralen Akt, eine yogische Handlung
zum bewussten Kontakt zwischen der menschlichen und der göttlichen
Sphäre, zwischen irdischer Lebenswelt und universeller Ideenwelt;
und es ist zum anderen ein kulturwissenschaftlicher Begriff für
Meta-Handlungen bzw. „symbolische Handlungen, die auf einer spirituellen
Ebene Energien konzentrieren, um sie dann auf einer realen Ebene erfahrbar
zu machen.“ (Rituale
der Zukunft)
2) Das Zukunftsritual (FutureRitual)
ist eine symbolische Handlungssequenz zur bewussten Ausrichtung
auf das Zukünftige, das potenziell Mögliche aber Noch-nicht-Realisierte
bzw. Noch-nicht-Aktualisierte. Der fortschrittliche Mensch hat in seiner
Geschichte, auch wenn er sich vom Zukünftigen noch durch die Raumzeit
als getrennt erfährt, aber immer wieder versucht geistig in die Zukunft
zu schauen (Intuition und Mantik). Und dies ist, wie auch Jean Gebser in
seinem bewusstseinsphilosophischen Hauptwerk Ursprung und Gegenwart
vernunftbegründet aufgezeigt hat, durch die "Zeitfreiheit des Geistigen"
auch tatsächlich möglich und wird auch durch die Erkenntnisse
der modernen und Quanten- und Feldphysik, z.B. der Nichtlokalitätsforschung,
naturwissenschaftlich bestätigt.
Ein Zukunftsritual dient somit auch der Entfaltung präkognitiver
Fähigkeiten und der Entwicklung einer "Zukunftsintelligenz"
(Gerd Gerken).
Gleichzeitig meint der Begriff des Zukunftsrituals neben
der Zukunftsorientierung (Intensionalität) auch die Zukunftsfähigkeit
(Wesensqualitäten) eines sinnvollen und zeitgemäßen Rituals
im heutigen 21. Jahrhundert: Es ist transreligiös im Sinne von überkonfessionell,
global-kulturell und integral-human.
3) FlowDance-CyberTrance FutureRitual